Guten Abend.
Für das Neue Jahr viel Glück und Erfolg, vor allem jedoch persönliches Wohlergehen. Mögen alle Wünsche in Erfüllung gehen und die guten Vorsätze eingehalten werden :o)

Neujahr. Donnerstag, 17. Januar 2019 20:59:44

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Zusatzinformation
Neujahr war in der Geschichte und ist auch heute noch weniger ein kirchliches
als ein weltliches Fest. In Rom fanden zu diesem Anlaß ausschweifende Feierlichkeiten
mit Eßgelagen, Trinkgelagen und Opfergaben statt. Von den Christen wurde
dieses heidnische Treiben zunächst gänzlich abgelehnt. In der Bevölkerung
blieben die römischen Neujahrsbräuche aber auch erhalten, als das Christentum
im 4. Jahrhundert zur römischen Staatsreligion und damit zu einer Massenbewegung
geworden war. Die Kirche in Rom versuchte gegen diese Bräuche und Riten
anzugehen, indem sie den Neujahrstag zum Bußtag und Fasttag erklärte. Doch
weder Mahnungen noch Drohungen fruchteten.
Gegen Ende des ersten Jahrtausends entwickelte sich sogar ein Narrenfest,
das an Neujahr und in den ersten Tagen im Jahr mit Maskeraden, dekadenten
Liedern und unzüchtigen Tanzveranstaltungen begangen wurde. Noch lange hielt
sich dieses Narrenfest, bei dem auch Gottesdienste parodiert wurden und
niedere Kleriker sich als Narrenbischöfe verkleideten. In Paris hielt dieses
Narrenfest bis ins 15. Jahrhundert an. Obwohl jeder, der bei diesem Treiben
mitmachte, mit der Exkommunikation rechnen mußte.
Als die Kirche einsehen mußte, daß das Volk nicht vom fröhlichen und
ausgelassenen Feiern an Neujahr abzubringen war, versuchte sie andere Wege
zu gehen. Indem sie im 13. Jahrhundert das Fest der Beschneidung des Herrn
auf den 1. Januar verlegte, wollte sie dem Neujahrsfest ein christliches
Gepräge geben. Die biblische Grundlage für die Wahl dieses Tages findet
sich im Neuen Testament bei Lukas 2,21, wonach der kleine Jesus acht Tage
nach der Geburt beschnitten wurde. Mit dem 1. Januar endet ja die Weihnachtsoktav.
Zunehmend wurde das Neujahrsfest auch mit dem Marienkult verbrämt.
Dennoch können alle kirchlichen Bemühungen gegen das heidnische Neujahrsfest
im Laufe der Geschichte als gescheitert betrachtet werden. Die heutigen
Bräuche und Riten zum Jahreswechsel, Silvester und Neujahr, basieren zu
einem Großteil auf den altrömischen und zum Teil auch auf germanischen Riten,
wenn sie sich auch eher in die Abend- und Nachtstunden des Silvestertags
verlagert haben. Ausgelassenes Feiern, Essen und Trinken, Tanzen usw. gehören
ebenso zu einer Silvesterparty, einem Silvesterball oder einer Silvestergala
wie das Silvesterfeuerwerk, Silvesterschießen oder das Neujahrsschießen
zur Begrüßung des neuen Jahres. Auch abergläubische Ängste und Hoffnungen
sind mit dem Jahreswechsel verbunden.