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Zum Ende des Jahres gibt es Silverstergrüße mit der Geschichte von Silvester

Silvester. Mittwoch, 19. Dezember 2018 09:22:18

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Zusatzinformation
Silvester ist vom Ursprung her ein lateinischer männlicher Vorname. Er heißt ins Deutsche übersetzt soviel wie „Waldbewohner“ oder „der zum Wald Gehörende“. Dieser Vorname ist auch der Name eines Papstes, der für die Geschichte und Entwicklung der Kirche von großer Bedeutung war, indem er sie im 4. Jahrhundert neu organisierte. Jener Silvester wurde am 31. Januar 314 als 34. Oberhirte zum Papst gekrönt und starb in Rom am 31. Dezember 335. Somit ist der heilige Silvester I. Tagesheiliger des letzten Tages im Jahr. Nach ihm ist der
31. Dezember benannt. Dieser Festtag wird von der Kirche seit dem Jahre 354 gefeiert.
Papst Silvester I. übte sein Amt als Oberhaupt der Kirche während der Regierungszeit von Kaiser Konstantin dem Großen (306 bis 337) aus. Sein maßgeblicher Einfluß auf die Taufe von Kaiser Konstantin (* nach 280, † 337) und dessen Heilung vom Aussatz wurde erst im 5. Jahrhundert mit der Silvester-Legende erfunden. Die Silvester-Legende ging in dieser Tendenz in die Konstantinische Schenkung (eine vermutlich zwischen 752 und 806 gefälschte Urkunde, die um 1400 als Fälschung erkannt wurde) ein.

Von maßgeblicher Bedeutung für die Kirche und ihr Selbstverständnis war das Jahr 313. In diesem Jahr, also noch zur Zeit des Papstes Militades (2. Juli 310/311, † 11. Januar 314) und kurz vor Beginn des Pontifikats Silvesters, erfolgte auf Initiative Kaiser Konstantins im Mailänder Edikt die nach ihm benannte konstantinische Wende. Sie bedeutete den grundlegenden Friedensschluß zwischen dem Römischen Reich und dem Christentum. Unter Kaiser Konstantin wandelte sich also die Zeit der Christenverfolgung in die der Gleichschaltung mit dem Staat. Das Christentum wurde Staatsreligion.

Papst Silvester I. konnte als römischer Bischof durch die veränderte Situation die römische Kirche neu organisieren und weiter verbreiten. Unter seiner Federführung wurde auf dem Konzil von Nikäa 325 das Dogma von der Göttlichkeit Christi und seine Wesensgleichheit mit Gottvater verkündet. In seine Zeit fiel auch die Errichtung der großen römischen Basiliken St. Peter im Vatikan, St. Paul vor den Mauern und der Lateranbasilika, mächtige Symbole der neuen Stellung der Kirche in der Gesellschaft. Papst Silvester I. hat die Kirche auch das Gebiet des heutigen Kirchenstaats zu verdanken